DIE GROSSEN OPERNDESTINATIONEN
GLYNDEBOURNE

Stil hat einen Namen: Glyndebourne

Der alt-ehrwürdige Landsitz im Süden Englands wird jedes Jahr zwischen Mai und August zum Mekka für Musikliebhaber, wenn Weltklassekünstler beim GLYNDEBOURNE OPERA FESTIVAL brillieren. Glyndebourne ist aber nicht nur musikalisch, sondern auch gesellschaftlich ein Ereignis ersten Ranges. Für viele aus Englands Adel und der Londoner Society ist es ein MUST, dem grandiosen Musikspektakel beizuwohnen. Das wird besonders in den Pausen deutlich, wenn sich die stilsicheren Gentlemen und feinen Ladies zu den legendären Picknicks im Park des Landsitzes versammeln. Dann werden feinste Speisen genossen und mit prickelndem Champagner oder leuchtendem Pimms auf die meisterhaften Operninszenierungen angestoßen. Wen wundert's, dass es für Normalsterbliche schier unmöglich ist, eine der begehrten Eintrittskarten zu ergattern. Aber das kann IHNEN ja egal sein, SIE haben schließlich MUSICAÈVITA ...

Aus Liebe erbaut: Das Opernhaus

Die Festival-Geschichte begann 1934 mit zwei Mozart-Opern. Der musikverrückte Landlord John Christie hatte für seine singende Ehefrau ein holzgetäfeltes Musiktempelchen für 300 Zuhörer bauen lassen. Doch nicht nur seine Gattin, auch das Publikum war von den ersten Aufführungen begeistert: Das Festival wuchs und blühte auf und so musste das Auditorium bald auf mehr als das Doppelte vergrößert werden. Die Entwicklung Glyndebournes setzte sich unter Christies Sohn George fort, heute führt Enkel Gus das längst auch international renommierte Festival. Geblieben ist der ausgeprägt familiäre Charakter, der sich auf das Publikum überträgt und zusammen mit der künstlerischen und gesellschaftlichen Elite die einzigartige Atmosphäre Glyndebournes ausmacht. 1992 wurde das erneut zu klein gewordene Gebäude abgerissen und bereits zwei Jahre später feierte man die Einweihung des neuen Opernhauses. Auf den Tag genau 60 Jahre nach der ersten Aufführung in Glyndebourne stand das selbe Stück wie 1934 auf dem Programm: Die Hochzeit des Figaro!

Seit über 70 Jahren: Glyndebourne Opera Festival

NOT JUST THE BEST THAT WE CAN DO, BUTTHE BEST THAT CAN BE DONE ANYWHERE.
So lautet John Christies oft zitierte Maxime, die seit 1934 ihre Gültigkeit nicht verloren hat. Bereits in den 30er Jahren erhielt das Glyndebourne Festival besonderen Glanz durch das Wirken von F. Busch und C. Ebert, die beispielgebendgewordene Aufführungen von Mozart-Opern auf die Bühne brachten. Und noch immer haben die Produktionen Weltformat, viele Stars wurden hier entdeckt. Die Saison ist länger als anderswo, was eine ausführliche Probezeit, individuelles Musik- und Sprachtraining und einen Werkstattcharakter bedingt, wie er bei den meisten großen Festspielen längst verloren gegangen ist. Schon Stunden vor Opernbeginn findet man sich ein, nimmt einen ersten Drink zu sich, sitzt im gepflegten Rasen oder auf mitgebrachten Klappstühlen, liest sich im ORGAN ROOM im Opernführer den Inhalt des Stückes durch, dreht eine Runde durch den Park oder setzt sich einfach auf eine Bank und genießt die Atmosphäre. Die Aufführungen beginnen meist nachmittags, weil die Pause auf anderthalb Stunden ausgedehnt ist, so bleibt genügend Muße für das klassisch englische Picknick im Park. Welch ein Anblick, wenn die festlich gekleideten Besucher aus dem 1.200 Personen fassenden Opernhaus in den herrlichen Park strömen ...  
   
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